Streik gegen drohende Wehrpflicht

Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit dem nächsten Schulstreik am 25.9., dass sie nicht bereit sind, zu töten und sich töten zu lassen. Die Bundeswehr ist allerdings nicht bereit, das zu akzeptieren. Obwohl nur wenige Hundert sich bei der ersten Abfrage für den Wehrdienst bereit erklärt haben, werden jetzt schon Tausend junge Menschen, die nicht zum Bund wollen, zur Musterung eingeladen. So ignoriert die Bundeswehr die Wünsche der jungen Menschen nach einer Zukunft, in der sie friedlich lernen und leben kann.

Wir vom Bremer Friedensforum, viele von uns sind erfahrene Antimilitaristinnen und Kriegsdienstverweigerer, rufen zur Unterstützung des Schulstreiks auf.

Screenshot: Interview mit Berater Peter Wührmann in „Die Norddeutsche“

Kontakt zur Kriegsdienst-Verweigerungs-Beratung:

beratung@bremerfriedensforum.de oder kdv-bremen@dfg-vk.de

 

Michael Lüders- Alle Macht den Superreichen?

Viele Menschen in der Friedensbewegung kennen Michael Lüders von seinen Vorträgen,  Videoauftritten und Buchveröffentlichungen (zuletzt: Drecksarbeit? Israel, Amerika und der  imperiale Größenwahn im Nahen Osten).

Den folgenden Videobeitrag beginnt er mit der Frage,  wer, wie und mit welchem Ziel unser Denken bezüglich Krieg und Frieden beeinflusst. Er  konstatiert, dass es nur wenige Stimmen gibt, die nicht für Kriegstüchtigkeit und  Kriegsvorbereitung werben. Trotz gegenteiliger, meist eindeutiger, Faktenlage würden uns immer  wieder die gleichen (falschen) Einschätzungen eingehämmert. Diesem betreuten Denken könnten  wir kaum entkommen.

Selberdenken sei nicht erwünscht. Mit dem Selberdenken käme man  vielleicht auf so dumme Gedanken wie zu fragen, wem denn eigentlich die ganze  Kriegspropaganda nützt. Diese „dummen Gedanken“ denkt Lüders weiter und bietet uns einen  Spaziergang durch Geschichte und Philosophie an, in dem es um Kapitalismus und Imperialismus  geht.

Er zitiert Hilferding, Marx, Luxemburg und Lenin und kommt zur begründeten Überzeugung  des französischen Sozialisten Jean Jaurès (1914 ermordet): Der Kapitalismus trägt in sich den  Krieg wie die Wolke den Regen.

Zu finden ist der Vortrag auf der Website von Michael Lüders (Link)

NATO erhält Westfälischen Friedenspreis 2026 – Eine dystopische Farce

Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die NATO – eine dystopische Farce, die aus Orwells 1984 oder Huxleys Buch über die Oligarchenherrschaft  stammen könnte.

Müsste eine Verleihung eines Friedenspreises utopische, positive Perspektiven aufzeigen wie Diplomatie zwischen Staaten, Abrüstung und ein friedliches Nebeneinander mit Respekt vor den Befürchtungen und Wünschen aller Staaten und der dort lebenden Menschen, wird hier normales, menschliches Empfinden ins Gegenteil verkehrt. Abschreckung und Abschreckungsspirale durch Waffenproduktion, Frieden schaffen nur mit Waffen, geschichtliche Erfahrungen (1. und 2. Weltkrieg, Hiroshima …) ignorieren oder das Gegenteil behaupten. Schulden machen für Waffenproduktion, Waffen in Krisengebiete exportieren, den Sozialstaat dafür weiter schreddern. Weiter lesen… „NATO erhält Westfälischen Friedenspreis 2026 – Eine dystopische Farce“